KAISERSTADT Consulting — Dynamics AI Radar

Power Platform · veröffentlicht 02.09.2026 · 4 Min. Lesezeit · Allgemein verfügbar

Power Pages mit nativer Dataverse-Autorisierung: Enhanced Authorization GA

Power Pages setzt Autorisierung jetzt nativ in Dataverse durch, nicht mehr in der Anwendungsschicht. Bessere Sicherheit, weniger Custom-Code.

Was ist passiert

Power Pages führt die native Dataverse-Autorisierung als Opt-in ein. Statt Berechtigungen zur Laufzeit selbst nachzubilden, erzwingt Dataverse sie direkt über site-spezifische System User, die externen Contacts, Standard-, Premium- und anonymen Nutzern zugeordnet werden. Neu ist der Berechtigungsbereich „Custom Scope“ mit FetchXML-Filtern. Das Rollen-Mapping erfolgt je Modell unterschiedlich: bei SDM über adx_webrole, bei EDM über powerpagecomponent.

Was bedeutet das praktisch

Unternehmen mit Power-Pages-Sites müssen die Migration von Web Roles und Table Permissions durchführen sowie Plugin- und Column-Security-Konfigurationen prüfen, da Plugins nicht mehr automatisch im weitreichenden Portal-App-Nutzer-Kontext laufen. Externe Nutzer müssen sich neu anmelden, damit die Zuordnung zum Dataverse-System-User entsteht. Auditing zeigt künftig den tatsächlichen externen Nutzer statt des generischen Portal-App-Nutzers, was Nachvollziehbarkeit verbessert, aber Konfigurationsaufwand erfordert.

Relevant für: Power Pages-Admin, Security-Officer, Enterprise-Architekten

Hintergrund

Der Beitrag vom 31. Juli 2026 von Gokul Narayanan (Principal Software Engineer) beschreibt den Wechsel von einer Runtime-basierten Autorisierung, bei der Power Pages Berechtigungen bei jeder Anfrage selbst nachbilden musste, zu einer Durchsetzung direkt in Dataverse. Im bisherigen Modell konnten etwa für anonyme, Standard- und Premium-Nutzer nur globale Berechtigungsstufen vergeben werden, und Plugins liefen grundsätzlich im Kontext des Portal-App-Nutzers mit weitreichenden Rechten. Auch das Auditing wies bislang nur den Portal-App-Nutzer statt des tatsächlichen externen Nutzers aus. Das neue Autorisierungsmodell ist als Opt-in beschrieben.

Wen es betrifft

Betroffen sind Power-Pages-Sites mit externen Nutzern (Contacts) sowie Maker, die Web Roles und Table Permissions konfigurieren. Neu ist ein zusätzlicher Berechtigungsbereich „Custom Scope“ auf Basis von FetchXML-Filtern, der ausschließlich nach Opt-in verfügbar ist, neben Global, Contact, Account und Parent. Auch anonyme Besucher sind betroffen, da jede Website einen eigenen, site-spezifischen anonymen System User erhält. Weiterhin betroffen sind Entwickler von Plugins, die bislang im Portal-App-Nutzer-Kontext ausgeführt wurden, sowie Szenarien mit abgesicherten Dataverse-Spalten (Column Security). Für die intern verwalteten System User ist keine zusätzliche Dataverse-Lizenz nötig. Das Rollen-Mapping unterscheidet sich je Modell: bei SDM über adx_webrole, bei EDM über powerpagecomponent.

Was jetzt zu tun ist

  1. In der Site-Konfiguration von Power Pages das Opt-in aktivieren und die Migration von Web Roles in Sicherheitsrollen sowie Table Permissions in Record-Filter abschließen lassen.
  2. Bestehende externe Nutzer müssen sich nach Aktivierung einmal neu am Portal anmelden, damit die Zuordnung zum Dataverse-System-User entsteht.
  3. Bestehende Plugin-Konfigurationen prüfen und die „Run As“-Einstellung anpassen, falls der gemappte System User nicht alle bisherigen Rechte besitzt.
  4. Für abgesicherte Dataverse-Felder die Column Security Profiles kontrollieren und den gemappten System User dort mit benötigten Rechten hinterlegen.

Belege der Nachrecherche

Nachrecherchiert am 02.09.2026.

  1. Power Pages Enhanced Authorizationdevblogs.microsoft.com

Verfügbarkeit und Prüfstand

Allgemein verfügbar

Geltungsbereich (Region, Lizenz, Umgebung): nicht geprüft.

Quellen

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